Measuring Instruments
Alter: 01/20/11 - 00:00:00
Kategorie: Measuring Instruments News
Markteintritt in die grafische Industrie
Ab März 2011 stellt Konica Minolta Sensing Europe der grafischen Industrie die weltweit ersten portablen Spektral-Densitometer zur Farbmessung an optisch aufgehellten Papieren zur Verfügung. Die Systeme sind eine Reaktion auf die zunehmende Digitalisierung der Branche und bilden den Auftakt einer speziell an die Druckindustrie gerichteten Produktsparte des Spezialisten für Präzisionsmessgeräte.
Andreas Ullrich, Marketing- & Sales Manager für die EMEA Region bei Konica Minolta Sensing Europe, erläutert das neue Engagement in der grafischen Industrie: „Mit der fortschreitenden Digitalisierung im grafischen Gewerbe ist die instrumentelle, numerische Kontrolle der Farb-Parameter, beispielsweise in der Qualitätssicherung, ein wichtiger Bestandteil der Drucktechnologie geworden. Ob bei der Druckgestaltung, Druckvorstufe oder dem Druck selbst, für uns ist hier ein Markt entstanden, den wir in Zukunft systematisch bearbeiten werden.“ Nebst Zentraleuropa hat Konica Minolta Sensing dabei besonders die Wachstumsmärkte in Osteuropa im Visier. Das Marktvolumen schätzt die europäische Tochtergesellschaft von Konica Minolta Sensing Inc., Japan weltweit auf rund 100 Millionen US-Dollar.
Die Farbmessgeräte von Konica Minolta Sensing finden bisher in der Automobilfertigung oder bei der Herstellung von Farben, Kunststoffen, Textilien, Baumaterial und Lebensmitteln Anwendung. Das Unternehmen kann dabei bereits auf eine jahrzehntelange Erfahrung zurückblicken: Bereits 1982 wurde das weltweit erste portable Dreibereichs-Farbmessgerät auf den Markt gebracht.
Die Spektral-Densitometer FD-7 und FD-5
• Erste Spektral-Densitometer mit Bewertung der Fluoreszenz (optisch aufgehelltes Papier)
• Erste kommerzielle portable Spektral-Densitometer mit automatischer Wellenlängen-Kompensation
• Mit rund 350 g die zurzeit kompaktesten und leichtesten „Stand Alone“ Spektral-Densitometer am Markt.
Kurzbeschreibung
In vielen industriellen Druckpapieren kommen optische Aufheller zum Einsatz, die mit ihren Fluoreszenzeigenschaften Papier heller und weißer erscheinen lassen. Der Effekt wirkt sich aber je nach Beleuchtung erheblich auf die Wiedergabe von Druckfarben aus, besonders wenn die in der Druckindustrie standardisierte Lichtart D50 verwendet wird.
Die Spektral-Densitometer FD-7 und FD-5 sind die weltweit einzigen portablen Messinstrumente, die eine Quantifizierung von Druckfarben einschließlich der Fluoreszenz unter den Bedingungen der Lichtart D50 gemäß ISO Norm 13655 von 2009 durchführen können. Dazu nutzen die Systeme die einzigartige Konica Minolta VFS-Technologie (Virtual Fluorescence Standard).
Zu den weiteren Besonderheiten gehört eine automatische Wellenlängen-Kalibrierung des Sensors. Sie erfolgt automatisch bei jeder Weiß-Kalibrierung und sorgt für ein Höchstmaß an Genauigkeit und Wiederholbarkeit der Messungen. Bei herkömmlichen Produkten wird die Wellenlängen-Kalibrierung nur in Zusammenhang mit einer – in der Regel kostenpflichtigen – Werksinspektion durchgeführt. Das FD-7 bietet zusätzlich manuell scannende Messungen und die spektrale Messung von Lichtquellen. Ein optionales Softwaremodul bietet zusätzliche Auswertungs-möglichkeiten im Offsetdruck.
Mit nur 350 g gehören beide zu den leichtesten Spektral-Densitometern am Markt. Selbst mit angesetzter Zielmaske erhöht sich das Gewicht auf nur 430 g und erlaubt somit auch über einen langen Zeitraum ermüdungsfreies Arbeiten.
Technischer Hintergrund
Erfüllung der Messbedingungen M1 gemäß ISO 13655 (2009)
Die Spektral-Densitometer FD-5 und FD-7 sind die ersten kommerziellen Messinstrumente der M1 Klasse, welche die Messung unter den Bedingungen der Lichtart D50 ermöglichen.
Die 2009 überarbeitete Ausgabe der ISO 13655 Norm (Graphische Technik - Spektrale Messung und farbmetrische Berechnung für graphische Objekte) beschreibt die Anforderungen für Farbbestimmungen einschließlich der Fluoreszenz unter den Beleuchtungsbedingungen der Lichtart D50 (Tageslichtphase mit einer ähnlichsten Farbtemperatur von 5000 Kelvin). In dieser Norm werden die Mess- und Auswertebedingungen M0, M1, M2 und M3 aufgeführt. Gemäß dieser Norm sind bislang handelsübliche Instrumente in der Klasse M0 (Beleuchtung mit Glühlampenlicht Lichtart A, wie bei densitometrischer Messung) erforderlich und M2 (unpolarisierte Beleuchtung, Wellenlängenbereich ab 400 nm und höher, begrenzt z.B. mittels UV-Sperrfilter) erhältlich. Instrumente der Kategorie M1 (unpolarisierte Beleuchtung mit Anpassung an die Lichtart D50 bzw. an D50 angepassten Messaufnehmer) wurden jedoch bisher nicht angeboten.
Mittels optionaler Software sind weitere umfangreiche Auswertungen, einschließlich der Bestimmungen der ISO 12647-2 (Graphische Technik - Prozesskontrolle für die Herstellung von Raster-Farbauszügen, Andruck, Prüfdruck und Auflagendruck - Teil 2: Flachdruckverfahren) im Offsetdruck möglich.
Automatische Wellenlängen- Korrektur
Spektralphotometer werden im täglichen Einsatz mittels eines Weiß-Standards kalibriert. Bei dieser Kalibrierung wird der Reflektionsfaktor abgeglichen. Bei den Spektraldensitometern FD-5 und FD-7 erfolgt neben dem Abgleich des Reflektionsfaktors auch – falls erforderlich - eine automatische Korrektur der Wellenlänge. Diese Form der Korrektur – die bislang nur in Zusammenhang mit einer Werkskalibrierung möglich war – ist erstmalig in portablen Spektraldensitometern verwirklicht worden und sichert im täglichen Gebrauch eine bislang nicht erreichte Genauigkeit der Messwerte.
Scannende Messung (nur FD-7)
Neben der Einzelmessung von Farbfeldern zur Berechnung der Farbdichte oder von farbmetrischen Daten, erlaubt das FD-7 in Verbindung mit einem PC auch manuelle scannende Messungen.
Spektrale Lichtmessung (nur FD-7)
Neben der Farbdichte- und Farbmessung auf Basis von Lichtreflexion gestattet das FD-7 auch die farbliche Bestimmung von Lichtquellen. Auf diese Weise lassen sich nicht nur die Lichtquellen von Abmusterungsleuchten überprüfen: die so gemessene Lichtquelle kann auch als Referenzlichtart für weitere Berechnungen verwandt werden.
Nieuwegein, im Januar 2011
Kontakt:
Konica Minolta Sensing Europe B.V.
Swiss Branch Dietikon
Riedstrasse 6, CH-8953 Dietikon
Andreas Ullrich
Phone: +41 (0)43 322 98 02
Fax: +41 (0)43 322 98 09
Mobile: +41 (0)79 635 12 14
andreas.ullrich(at)seu.konicaminolta.eu
Über Konica Minolta Sensing B.V.:
Konica Minolta Sensing Europe B.V., eine Tochtergesellschaft von Konica Minolta Sensing Inc., Japan ist ein führender Anbieter von Systemlösungen in den Gebieten Farbmessung, Licht- & Bildschirmmessung sowie optischer 3D Messtechnik. Konica Minolta Sensing Europe B.V. bedient die Industrie der EMEA Region durch eigene Niederlassungen sowie Vertriebspartner in mehr als 30 Ländern. Abgeleitet von Konica Minoltas modernster optischer Technologie, unterstützen die Lösungen von Konica Minolta Sensing die F&E als auch die Qualitätssicherung in vielen Industriebereichen. Unsere Farbmanagement Systeme sind essenziell zur Kontrolle der Farbqualität und -Konsistenz in der Automobilindustrie, für Kunststoffe, Baustoffe, Lebensmittel, Chemische Produkte als auch für Pharmazeutische Erzeugnisse. In der durch Innovationen geprägten Industrie für Licht- und Bildschirmtechnologie gelten Konica Minolta Color Analyzer als Referenz für die Industrie. Unsere optischen 3D Laser Scanner finden Anwendung in der Medizintechnik, in der Kunst und im Bereich Kulturerbe als auch in der F&E. Konica Minolta Sensing wird mittels modernster radiometrischer Technologie auch in Zukunft innovative Lösungen anbieten, welche den laufend verändernden Anforderungen in den verschiedenen Gebieten gerecht werden.
Für weitere Informationen zu Konica Minolta Sensing, besuchen Sie:
http://www.konicaminolta.eu/de/messinstrumente.html
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